Portlet: Vier gute Jahre
Anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Wulff in Afghanistan:
Dieser erste Staatsbesuch eines Bundespräsidenten seit Beginn des internationalen Einsatzes ist ein starkes Signal, dass Deutschland jetzt und auch in Zukunft an der Seite der afghanischen Bevölkerung steht. Er zeigt, dass sich seit 2001 etwas Positives im Land getan hat.
Der Besuch ist aber auch eine Botschaft an die Deutschen Soldaten vor Ort: eine Anerkennung ihrer schweren Aufgabe und eine Bekräftigung des Zieles der stabilen Sicherheitslage, für die deutsche Soldaten unermüdlich unter Einsatz ihres Lebens arbeiten. Die Situation in Afghanistan wird von Politik und Bevölkerung in Deutschland wahrgenommen und gerät nicht in Vergessenheit. Auch Deutschland hatte sich unter falschen Vorstellungen des Einsatzes und seiner Ziele 2001 mit der Bundeswehr in diesen Einsatz begeben. Daher mussten die Erwartungen genauso überdacht und angepasst werden wie die Einsatzstrategie.
Trotz medienwirksamer Guerilla-Anschläge durch Taliban-Gruppierungen trägt die aktuelle Strategie zu einer Verbesserung der Situation im Land bei, so dass eine Perspektive für den Abzug der militärischen Hilfe in Aussicht bleibt. Ungeduld zahlt sich jedoch nicht aus. Ohnehin wird sich auch nach dem Abzug der militärischen Hilfe Deutschland weiter am zivilen Wiederaufbau Afghanistans beteiligen. Wir müssen verhindern, dass das Land erneut eine Basis für den internationalen Terrorismus wird.